Der Kårestad Runenstein bei Växjö (Sm 11) (Zum Vergrößern auf die Bilder klicken)
RAÄ-Nummer: Furuby 18:1   (Schwedisch)



Koordinaten: 56°52'45.56" N, 15°00'48.69" O (Google Maps öffnet sich in einem neuen Fenster)


Dieser Runenstein, auch bekannt als Kung Kåres Sten, besteht aus Granit, ist 2,85 m hoch und 35 cm dick. Unten ist er ca. 1 m breit und verjüngt sich nach Oben hin auf 65 cm. Er stammt aus dem 11. Jahrhundert n.u.Z. und steht vermutlich noch auf seinem ursprünglichen Platz.
Er war ein Denkmal und kein Grabstein. Er hob auch die Bedeutung der Familie in der Gegend hervor.

Die Inschrift beginnt in der rechten unteren Ecke. Die Ursache des Todes der drei Männer wird nicht erzählt.
Klacke ist ein Beiname, gebildet aus dem Substantiv Klack und bedeutete vielleicht "Tölpel". Auch Kale kann ein Beiname sein, gebildet aus dem Verb kala "frieren, kalt sein" und bedeutet dann "er der friert, kalt ist".

Die Inschrift lautet:

᛫ ᚴᛚᛅᚴᛅ × ᛋᚢᚾᛁᛦ × ᛚᚽᛏᚢ × ᚼᛅᚴᚢᛅ ᛫ ᛋᛏᚽᛁᚾ ᛫ ᚽᚡᛏᛁᛦ ᛬ -ᛅᚦᚢᚱ ᛫ ᛋᛁᚾ ᛬ ᛅᚢᚴ ᛬ ᚽᚡᛏᛁᛦ ᛬ ᚴᛅᛚᛅ ᛬ ᛅᚢᚴ ᛬ ᚢᛁᚴᛁᚴ ᛬ ᛒᚱᚤᚦᚱ ᛬ ᛋᛁᚾᛅ

Klakka synir létu hôggva stein eptir [f]ôður sinn ok eptir Kala/Kalla/Galla ok Víking, brœðr sína

Klackes söner läto hugga stenen efter sin fader och efter Kale (Kalle, Galle) och Viking, sina bröder

Klackes Söhne machten diesen Stein in Erinnerung an ihren Vater und in Erinnerung an Kale/kalle/Galle und Viking, seine Brüder

Dass ein Mann den Namen Viking bekommen kann, zeigt dass das Wort Wikinger sicherlich einen positiven Klang hatte. Der Name kommt auf mehr als zwanzig Runensteinen vor. Im 19. Jhdt. erzählten die Leute in Kårestad, dass der Stein auf die Seite gefallen war, und dass man gezwungen war, ihn wieder aufzurichten, um der Spukerei ein Ende zu bereiten.
Laut einer Sage liegt ein König namens Korre unter dem Stein begraben. Eine andere Sage erzählt davon, dass wenn der Stein sich neigt, es auf der Seite des Dorfes in dessen Richtung der Stein sich neigt, eine Missernte geben wird.

Man fährt von Växjö nach Furuby. Nach etwa 11 Km biegt man links ab nach Kårestad. Nach knapp 2 Km gabelt sich die Straße und man biegt links ab. Der Stein steht dann 100 m weiter, direkt links am Straßenrand.







Fotos: R. Möws 08/2015