Das Gangrab "Gillhög" bei Landskrona (Zum Vergrößern auf die Bilder klicken)
RAÄ-Nummer: Barsebäck 12:1 (Schwedisch)


Koordinaten: 55°45'45.06" N, 12°56'47.02" O (Google Maps öffnet sich in einem neuen Fenster)



Gillhög ist eines von Schonens best bewahrten Ganggräbern. Es entstand zwischen 3500 und 2800 v.u.Z., als Megalithanlage der Trichterbecherkultur.

Das Grab wurde Anfang der 1930er Jahre von Otto Rydberg untersucht. Außer Skelettresten fand man Feuersteinwerkzeug, Bernsteinperlen und Krugscherben.
An der Kante befanden sich zwei sekundäre Gräber - zwei Steinkisten - was darauf hindeutet, dass der Hügel zum Ende der Steinzeit mit neuen Gräbern vervollständigt wurde.
Aufgrund von Einsturzgefahr musste Gillhög umfassend restauriert werden.

Die 6 m lange, 2,2 m breite und 2,1 m hohe Kammer befindet sich in einem von Erde bedecktem Steinhügel mit einem Durchmesser von 25 Metern und 2,5 m Höhe.
Sie besteht aus 12 Tragsteinen und drei Decksteinen, von denen der größte 15 Tonnen wiegt.
Man erreicht sie durch einen sechs Meter langen, nach Osten weisenden, Gang aus vier Tragsteinpaaren, der am Kammerübergang 0,5 m höher ist als am Anfang.
In ihm fand man Schädel, Skelettteile sowie Pfeilspitzen, Beile und Schmuck, die teilweise aus dem Endneolithikum stammen und zu Nachbestattungen gehörten.









Vor dem Gang, auf einem etwa 5x6 Meter großen Areal, fand man tausende dekorierte Keramikscherben, vermischt mit faustgroßen Steinen.

Der Hügel liegt am Öresund und stellte für die Seefahrer stets eine Landmarke dar. Laut einer Überlieferung benannte man ihn nach dem Wikingerhäuptling Erik Gille.

Man verlässt die E6 an der Abfahrt Löddeköpinge und fährt dann 2,5 km in Richtung Barsebäckshamn.
Dann, an einem Hinweisschild auf ein Denkmal - - biegt man links ab und folgt der Straße für 250 m. Der Grabhügel befindet sich dann auf der rechten Seite, rechts neben einem Grundstück.








Blick vom Hügel in Richtung Küste. Im Vordergrund zwei der Decksteine.



Die linke Seite der Kammer.



Die rechte Seite der Kammer.



Der Gang.


Fotos: R. Möws 08/2011