Der "Ravnstein Runddysse" bei Aggersund (Zum Vergrößern auf die Bilder klicken)
Kulturarv-Nummer: 100702-8 (Dänisch)



Koordinaten: 57°01'51.16" N, 09°20'49.11" O (Google Maps öffnet sich in einem neuen Fenster) noch verlinken


Die Menschen in der Jungsteinzeit hatten lebhaften Kontakt mit der Welt. Flint aus den nordjütländischen Feuersteinminen, Pelz und Bernstein sind nur eine Auswahl von Gegenständen, die vor Ort ausgetauscht oder über hunderte von Kilometern transportiert wurden. Und nur die Steingräber bezeugen, dass neue Ideen von den Besuchen in entfernten Orten mit nach Hause gebracht wurden - von Norwegen im Norden bis Spanien im Süden baute man Grabkammern aus Stein. Ein Phänomen, das einst in der Bretagne um 4500 v.u.Z. begann.

Ravnsten ist der Überrest eines Dolmens, der vor mehr als 5200 Jahren im Neolithikum gebaut wurde. In Dänemark bezeichnet man Dolmen, die sich in einem Rundhügel befinden, als Runddysse.

Heute sind nur noch Reste zu sehen, aber es war einmal ein großer, hoher Hügel mit einer steinernen Grabkammer von 2,0 x 1,0 m.
Die Kammer besteht aus einem Deck- und vier Tragsteinen. Auf der Oberseite des nordöstlichen Tragsteines befinden sich einige Schälchen.

Der heutige Zustand ist das Ergebnis von Verwüstungen durch Menschen und Tiere, denen viele von den 40-45000 bekannten Dolmen zum Opfer gefallen sind. Heute sind nur noch ca. 7000 erhalten. Der Hügel ist weitestgehend abgetragen und der Randsteinkreis durch zu nahes Anpflügen zerstört.
Leider ist die Anlage auch sehr zugewachsen, so dass nicht viel zu erkennen ist.

Etwas besserte Fotos sind unter obigem Link zur Seite der dänischen Denkmalbehörde zu finden.

Man fährt von Aggerstorp in Richtung Bonderup. Nach ca. 5 Kilometern biegt man nach Rechts in einen Feldweg ab und folgt dem Verlauf für 500 Meter. Der Dolmen befindet sich dann auf der linken Seite im Feld. Die ideale Besuchszeit ist im zeitigen Frühjahr oder nach der Ernte.











Fotos: R. Möws 08/2017