Die Runensteine von Jelling  (Zum Vergrößern auf die Bilder klicken)
Kulturarv-Nummern (Dänisch): 170904-143, 170904-106, 170904-45



Koordinaten (Quelle: Sonstiges): 55°45'23.69" N, 09°25'10.69" O (Google Maps öffnet sich in einem neuen Fenster)


Die Runensteine von Jelling entstanden Mitte bis Ende des 10. Jahrhunderts. Der Kleine und Ältere wurde von König Gorm errichtet. Der Größere und Jüngere wurde von König Harald Blaatand (Blauzahn) errichtet.
Zusammen mit 2 Grabhügeln und der Kirche von Jelling werden sie von der UNESCO als Teil des Weltkulturerbes geführt.

Die Hügel sind aus Grassoden gebaut. Im nördlichen Hügel, Dronning Thyras Høi, sind Reste einer Grabkammer, die möglicherweise für zwei Personen eingerichtet war. Bei der Untersuchung 1820 wurden Grabbeigabenreste aus den 900er Jahren, in der Kammer gefunden, während die bestattete Person oder Personen anscheinend entfernt worden waren. Es gab Spuren, die zeigten, dass man einstmals von oben her in die Kammer gedrungen war.
Im südlichen, Kong Gorms Høj, der 1861 und 1941 untersucht wurde, ist keiner bestattet worden. Unter dem Hügel gibt es zwei Reihen von großen, aufgerichteten Steinen, die Reste eines großzügigen Steinsatzes sein müssen, der vor dem Bau des Hügels hier stand. (Quelle: Hinweistafel vor Ort)

Die Anlagen befinden sich direkt an der durch den Ort führenden Hauptstraße und sind damit überhaupt nicht zu verfehlen.




Die Schriftseite des dreiseitigen, jüngeren Runensteines (170904-143). Die Inschrift lautet:

König Harald gebot, dass dieses Denkmal seinem Vater Gorm und seiner Mutter Tyra gemacht wurde, der Harald, der sich ganz Dänemark und Norwegen unterwarf und die Dänen zu Christen machte.




Die Motivseite des jüngeren Runensteines.



Die dritte, auch eine Motivseite, des jüngeren Runensteines.



Der ältere Runenstein (170904-106). Die Inschrift lautet:

König Gorm machte seiner Frau Thyra, Dänemarks Zierde, dieses Denkmal.



Die Rückseite des älteren Runensteines.



Der nördliche Hügel (170904-45).


Fotos: R. Möws 04/2006