Der Opferstein Quoltitz bei Neddesitz (Zum Vergrößern auf die Bilder klicken)
Sprockhoff-Nummer:



Koordinaten: 54°33'40.49" N, 13°34'15.48" O (Google Maps öffnet sich in einem neuen Fenster)


Dieser Findling mit einem Volumen von etwa 27m³ und einem daraus errechneten Gewicht von etwa 73 Tonnen wurde ebenfalls in der Eiszeit aus Skandinavien hertransportiert.
Eine umlaufende Rille deutet von dem Versuch, vermutlich in slawischer Zeit Trogmühlen aus dem Stein zu gewinnen.

"Vor Jahren wurde unterhalb der westlichen Einmündung der Querrinne ins Erdreich sehr dunkle Verfärbungen im anstehenden hellen Boden, zahlreiche menschliche Knochen, eine große flächenretuschierte Blattspitze und mehrere Bernsteinperlen entdeckt - ein Indiz dafür, dass die Bezeichnung "Opferstein" nicht nur eine bloße neuzeitliche Erfindung ist." [1]

An den beiden Längsseiten befinden sich Negative von etwa einem Dutzend herausgeschlagener frühgeschichtlicher Mühlensteine.
Auf der Oberseite befinden sich einige kleine Näpfchen, die vermutlich aus der jüngeren Steinzeit stammen.

Man fährt von der Jasmar Therme in Neddesitz die Straße nach Nardevitz. Nach 800 Metern erreicht man das links der Straße liegende Wasserwerk. Einige Meter weiter geht rechts ein Weg ab. Hier kann man das Auto abstellen. Man folgt diesem Weg dann 800 Meter, dann hat man den Stein erreicht. Er befindet sich links des Weges unter Bäumen. Dort befindet sich auch eine Informationstafel.











Fotos: R. Möws 11/2010

[1] Archäologische Berichte aus Mecklenburg-Vorpommern, Band 19 - 2012 (Seite 15)